Arbeiten

2022

Die Arbeit ist etwa 20 cm hoch und ein Portrait in Form einer Büste, hergestellt als 3D-Druck aus Kunststoff nach einem Rohling aus Ton.

Mit der Arbeit möchte ich Bezug nehmen auf die sogenannten „Kopfgräber“, die in Krefeld-Gellep ausgegraben wurden und von den Grenzstreitigkeiten zwischen Römern und Germanen hier am Limes zeugen. Auf diesem Gräberfeld wurden an einer Stelle nur Schädel von jungen Männern gefunden, ohne weitere Grabbeigaben oder Überbleibsel der restlichen Körperteile.

Die Ausgrabungen selber, auf die ich mich beziehe, sind also Schädel, keine Artefacte im engeren Sinne, denn Grabbeilagen gab es nicht. Aber ich stelle mir vor, dass eine Grabbeilage auch eine Büste hätte sein können, die zumindest einem der jungen Männer ein Gesicht gegeben hätte.

2021

2020

Anna von Borstel:  
„Pförtnerin im Homeoffice – Digitale Begegnungen“
Eröffnung am Samstag, 19.09.2020, 19 Uhr
im Innenhof der Fabrik Heeder.

Die Ausstellung fand statt im Rahmen der Ausstellungsreihe
„Pförtnerloge: raumbezogene Kunst in der Fabrik Heeder“
des BBK Niederrhein.

In dieser raumbezogenen Arbeit habe ich mit Portraits „Begegnung“ an einem Ort thematisiert, an dem in seiner Funktion als Pförtnerloge ursprünglich viele eher flüchtige Kontakte zwischen Menschen stattfanden.
In Abänderung meines ursprünglichen Konzeptes mit realen Treffen in der „Pförtnerloge“ spiegelte der Arbeitsprozess im Sommer 2020 – in einer Zeit der Selbstisolation und Kontaktbeschränkung – die Auseinandersetzung mit Bildschirm-Begegnungen sowie der Konfrontation mit dem eigenen Selbst im digitalen Raum.

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